BBU-Archiv

Die Geschichte der BBU Salzburg

UBBC Salzburg

Die Geschichte des Salzburger Basketball reicht zurück bis ins Jahr 1952. Zu dieser Zeit wurde Wilhelm Schalk - wie er selbst schreibt mehr oder weniger zufällig - auf diesen in Österreich neuen Sport aufmerksam, den amerikanische Besatzungssoldaten nach Salzburg brachten. Als Vereinsgründer und erster Sektionsleiter des UBBC verfasste Wilhelm Schalk 2002 zum 50jährigen Jubiläum einen historischen Abriss über die Gründung und die ersten beiden Jahrzehnte des Clubs. Dieser Text, der bereits 1972 in einer früheren Version in der Broschüre 20 Jahre UBBC (herausgegeben vom UBBC/von Heimo Diller) erschienen ist, kann - durch die freundliche Genehmigung von Wilhelm Schalk - auf diesen Seiten veröffentlicht werden.


Geschichte

50er Jahre
1952 Wilhelm Schalk gründet den Union-Basketball-Club Salzburg (UBBC), nachdem amerikanische Besatzungssoldaten den neuen Sport Basketball nach Österreich brachten. Zur selben Zeit wird die alte Union-Halle im Nonntal fertig gestellt.
1953 Der UBBC tritt vor 200 Zuschauern gegen das 1. Bataillon des 350. Infanterieregiments in der alten Union-Halle an.
1955 Hinter Union Babenberg wird der UBBC österreichischer Vizemeister. Auch beim 1. internationalen Salzburger Basketballturnier belegt man hinter dem deutschen Meister Bayern München den 2. Platz.
1957 Der UBBC erkämpft sich in diesem Jahr den DJK-Wanderpokal in Augsburg. Am 22. Mai läuft Bob Cousy, der damals beste Basketballspieler der Welt, für den UBBC gegen eine Stadtauswahl Wien in der Sporthalle Riedenburg ein. Vor 800 Zuschauern gewinnt der UBBC dieses Spiel mit 72:65. Im Juli besiegt man zudem den deutschen Meister Bayern München mit 61:55.
1958 In Augsburg gewinnt der UBBC zum zweiten Mal den DJK-Wanderpokal. Sowohl die Herren als auch die Damen des UBBC werden in diesem Jahr außerdem österreichischer Vizemeister.
1959/60 Zum dritten Mal in Serie erobert der UBBC den DJK-Wanderpokal. Der UBBC belegt außerdem in der neu gegründeten Staatsliga A den 4. Platz. Heimo Diller wird mit 459 Punkten Schützenkönig der obersten Spielklasse.
60er Jahre
1963/64 Der UBBC muss erstmals in die B-Liga absteigen.
1964/65 Als Meister der B-Liga gelingt dem UBBC der sofortige Wiederaufstieg.
1966/67 Aus finanziellen Gründen scheidet der UBBC freiwillig aus der A-Liga aus und tritt in der Landesliga an. Bei einer Auslandsreise gewinnt der UBBC gegen die Junioren-Nationalmannschaft der DDR am 27.4.1967 mit 60:59.
1967/68 Landesmeister UBBC besiegt STV Friesen im Finalspiel 81:61 und holt sich den ersten internationalen Grenzlandcup.
1968/69 Nach neuerlichem Gewinn der Landesmeisterschaft steigt der UBBC wieder in die Bundesliga B auf.
1969/70 Der UBBC belegt in der Bundesliga B den 5. Tabellenplatz.
70er Jahre
1970 Erneut holt sich der UBBC den internationalen Grenzlandcup und gewinnt im Finale gegen Schwabing München mit 80:67.
1970/71 Der UBBC erobert den 3. Tabellenplatz in der Bundesliga B.
1972/73 Wilhelm Schalk übergibt 1972 nach 20 Jahren als Sektionsleiter des UBBC dieses Amt an Heimo Diller. Außerdem tritt der UBBC in dieser Saison in einer Spielgemeinschaft mit Union Gmunden an.
1973/74 Der in die B-Liga aufgestiegene UBBC Salzburg wird nur 10. und muss wieder in die Landesliga absteigen. Mehr Erfolg haben in diesem Jahr die UBBC-Damen, die in der höchsten Spielklasse Staatsligazweiter werden.
1976/77 Der UBBC ist abermals in die B-Liga aufgestiegen und erreicht dort den 5. Platz. Die männlichen Junioren werden Unioncupsieger und 4. bei den Staatsmeisterschaften.
1977/78 Die Herrenmannschaft muss nach dem 9. Platz in der B-Liga wieder absteigen und die männlichen Junioren scheiden bei der Staatsmeisterschaftvorrunde aus.
1979/80 Auch die Damenmannschaft verliert durch den 8. Platz in der Bundesliga die Berechtigung, in der höchsten Spielklasse zu spielen.
80er Jahre
1980/81 Gunther Abel wird neuer Sektionsleiter des UBBC. Sportlich steht es schlecht um den UBBC: Nach 10 Jahren Vorherrschaft in Salzburg muss sogar der Landesliga-Titel in dieser Saison an den STV abgegeben werden.
1981/82 Der UBBC wird zwar wieder Landesmeister, kann sich aber nicht für die Endrunde des Bundesliga-Qualifikationsturniers qualifizieren
1982/83 Der UBBC ist wieder die bestimmende Kraft in Salzburg: mit 14 Siegen aus 14 Spielen wird man souverän Salzburger Landesmeister.
1983/84 Hinter ASVÖ BSC kann der UBBC nur den zweiten Platz in der Landesliga belegen.
1984/85 Der UBBC gewinnt alle 16 Spiele, krönt sich zum Salzburger Landesmeister und steigt in die Bundesliga B auf.
1985/86 Der UBBC wird seinem Ruf als "Fahrstuhlmannschaft" gerecht und steigt mit dem letzten Platz wieder aus der Bundesliga B ab.
1986 Nach Bemühungen des späteren BBU-Gründers und Obmanns Waldemar Hekl entsteht die Union-Leistungsgemeinschaft Tennengau (ULG) durch eine Fusion und sportliche Zusammenführung der Union-Vereine in Hallein und Puch.
1986/87 Erneut wird der UBBC Salzburger Landesmeister. Die ULG tritt in ihrer ersten Saison in der Salzburger Landesliga an.
1987/88 Der UBBC muss den Landesmeistertitel an den punktegleichen BSC Salzburg abgeben. Das alles entscheidende direkte Rückspiel gegen den BSC am 9.4.1988 kann der UBBC zwar mit 67:62 gewinnen, wird aber wegen der Niederlage mit 7 Zählern in der Hinrunde trotzdem nur Zweiter.
90er Jahre
1990/91 Nach drei Saisonen ohne Titel wird der UBBC wieder Salzburger Landesmeister.
1991/92 Der UBBC steigt als Landesmeister in die Bundesliga B auf.
1992/93 Mit nur einem Sieg aus 20 Spielen hat der UBBC keine gute Bilanz in der Bundesliga B.
1993-1996 Der UBBC spielt weitere drei Saisonen in der Bundesliga B. Man kommt allerdings nie über die hinteren Tabellenränge bzw. die Abstiegs-Runde hinaus.
1996/97 Nach vier Bundesliga-Jahren tritt der UBBC wieder in der Salzburger Landesliga an. Die ULG Tennengau, die mittlerweile unter dem Namen ULG Salzburg auftritt, wird Salzburger Landesmeister und steigt erstmals in die Bundesliga B auf.
1997/98 Der UBBC bleibt weiterhin in der Landesliga und ist somit nicht mehr stärkste sportliche Kraft im Bundesland. Die ULG Salzburg wird Letzter in der Bundesliga B, kann allerdings trotzdem in der Liga bleiben.
1998/99 Die ULG tritt erneut in der Bundesliga B an. Da das Budget allerdings nicht reicht, verzichtet man freiwillig auf die anstehenden Aufstiegsspiele für die Saison 1999/00.
1999/00 Der UBBC tritt sowohl in der Landesliga als auch in der Regionalliga (Westliga) an. Auch die ULG tritt nach ihren Bundesliga-Jahren in denselben Ligen wie der UBBC an. Dabei ist man sehr erfolgreich, da die ULG sowohl Landesmeister als auch Regionalliga-Meister wird. Das alles entscheidende Westliga-Spiel gegen Feldkirch gewinnt die ULG unter Trainer Ljubomir Gojkic und Team-Captain Dusko Stojakovic (beide spätere BBU-Trainer) mit 72:71.
2000-2005
2000/01 Die ULG gewinnt das Best-Of-Three Finale gegen den UBBC mit 2:0 und wird Salzburger Landesmeister.
2002 Der UBBC feiert sein 50-jähriges Bestehen.
2002/03 Die ULG gewinnt außer Konkurrenz das Landesmeisterfinale der Tiroler Landesliga und wird außerdem Salzburger Landesmeister.
2003/04 Erneut wird die ULG sowohl Salzburger als auch Tiroler Landesmeister.
2004/05 Wie schon die Jahre zuvor, kommt der UBBC sportlich nicht über die Landesliga hinaus. Die ULG muss den Salzburger Landesmeistertitel an den ASKÖ Taxham abgeben.
2005 Um sportlich wieder konkurrenzfähig zu werden, fusionieren die beiden Clubs UBBC und ULG. Der neue Verein, der auf diese Weise entsteht, soll den Namen Basketballunion Salzburg (BBU) tragen.

Literatur

- Diller, C. (1983). Die geschichtliche Entwicklung und der gegenwärtige Stand des Basketballsports im Bundesland Salzburg. Diplomarbeit, Universität Salzburg.
- UBBC Salzburg [Diller, H.] (Hrsg.) (1972). 20 Jahre UBBC. Salzburg: Repro-Mayer.